comp_Mennekes, Ruth2
Prävention an der Gesamtschule Duisburg-Süd

Suchtvorbeugung
Gewaltvorbeugung

 

 

Suchtvorbeugung

Die Berichte der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zeigen, dass der Gebrauch von Suchtmitteln bei Jugendlichen sich verändert hat.

War es früher mehr der Reiz der illegalen Drogen, der Jugendliche zum Ausprobieren animierte, so ist es heute vermehrt das Interesse an übermäßigem Alkoholkonsum bis hin zum „Komasaufen".

Alkoholtrinken fällt Jugendlichen auch heute gar nicht mehr schwer, denkt man nur an die breite Palette der Mixgetränke, die durch eine gehörige Portion süße Aromen den bitteren Alkoholgeschmack in den Hintergrund treten lassen, so dass bereits 12- jährige gefährdet sind.

Da bei Kindern und Jugendlichen ein immer früher einsetzendes Experimentierverhalten mit bestimmten Suchtmitteln, insbesondere Alkohol und Nikotin festzustellen ist,  setzt unsere Schule zwei Schwerpunkte in der Suchtprophylaxe.

 

1. Schwerpunkt:
Persönlichkeitsstärkung Jugendlicher

Von zentraler Bedeutung sind die frühzeitige Stärkung, Kinder und Jugendlicher in ihrer Persönlichkeit, sowie die Förderung ihres Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins.

Starke Kinder greifen später seltener zu Drogen als labile.

 

In diesem Zusammenhang sind von besonderer Bedeutung:

  • Die Wahrnehmung eigener Gefühle  und Bedürfnisse
  • Die Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls innerhalb der Gruppe
  • Die Steigerung der Erlebnisfähigkeit

Mit einem speziellen Programm zur Persönlichkeitsentfaltung Jugendlicher „Life Skill" wird bereits ab Jahrgang 5 gearbeitet.

 

 

2. Schwerpunkt:
verschiedene Suchtpräventionsprogramme ab Jahrgang 6

  • Die europaweite  Nichtraucherkampagne „Be smart don`t start" wird in den Jahrgängen

6 bis 8 durchgeführt. Die Schüler verpflichten sich durch einen Klassenvertrag für ein

halbes Jahr nicht zu rauchen, besser gesagt mit dem Rauchen erst gar nicht anzufangen.

Bei Erreichen ihres Ziels erhalten sie eine Belohnung und der Vertrag kann fortgesetzt

werden.  Während  der Vertragszeit laufen in den Klassen Gespräche und Aktionen.

 

  • "Lieber schlau statt blau", so lautet ein Projekt, das vom Suchthilfezentrum

Nikolausburg  (Ruhrort) in allen Klassen des 7. Jahrgangs durchgeführt wird.

Diese Aktion wird außerdem von Vertretern des Kreuzbundes unterstützt, die in den

Klassen über ihre eigene Suchtkarriere berichten.

 

  • Ein Alkoholparcour wird von jedem Schüler der Jahrgänge 7 und 8 durchlaufen.

Durch das Tragen einer Promillebrille wird an einer Station den Schülern ein

Alkoholrausch simuliert, der ihnen deutlich macht, wie wenig Selbstkontrolle man schon

bei  0,8 Promille hat.

Diese Aktion wird von ehrenamtlichen Mitgliedern des Kreuzbundes durchgeführt in

Zusammenarbeit mit der Suchtprophylaxestelle des Jugendamtes.

 

  •  
  • Mitglieder des Kreuzbundes bieten  an unserer Schule während der Schulzeit regelmäßige Sprechstunden für  Eltern,  Schüler und Lehrer an, in denen sowohl über Suchtprobleme gesprochen werden kann, als auch Informationen über Suchtgefährdung, illegale Drogen  und  Beratungsstellen angeboten werden.

 

Auszeichnung: für die ehrenamtliche Arbeit des Kreuzbundes an unserer Schule sind die Mitarbeiter mit dem Essener Sozialpreis 2008 ausgezeichnet worden.

 

  • In den Jahrgängen 7-9 wird das Thema „Drogen" in den Fächern Biologie, Religion und

Deutsch behandelt.

 

 

 

Gewaltvorbeugung

Auch in der Gewaltprävention werden an unserer Schule zwei Schwerpunkte gesetzt.

 

1. Schwerpunkt:
Persönlichkeitsentfaltung Jugendlicher

Das „Life Skill" Programm zur Persönlichkeitsentfaltung Jugendlicher ist auch ein

Programm zur Gewaltprävention.

 

2. Schwerpunkt:
Gewaltpräventionsprogramme in verschiedenen Jahrgangsstufen

 

  • Besuch eines Vertreters der Duisburger Polizei in den Klassen des 8. Jahrgangs, inklusive

Elternabend (bei Bedarf).

 

  • Risiken und Gefahren des Internets

Da immer mehr Jugendliche Besitzer von Fotohandys und Computern sind, sie aber die

Gefahren  von Online-Netzwerken unterschätzen, erhalten die Klassen der Jahrgänge 6-9

von Fachleuten des Jugendamtes oder der Polizei Aufklärung.

Ebenso findet dazu Elternaufklärung an einem Informationsabend statt.

 

  • AG Angebot: „Mädchenpower"

Mädchen des 7./8. Jahrgangs erfahren ein Selbstbewusstseins- und

Selbstbehauptungstraining.

 

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