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Kursfahrt der EF nach Rom

Erwartungsvoll traten am Sonntag, den 02.07.17, die SchülerInnen des  Katholischen Religionskurses von Frau Frisch, des Lateinkurses von Frau Migala und der Philosophiekurse von Herrn Steingröver und Herrn Süß die lang ersehnte und in den Kursen vorbereitete Exkursion in die „ewige Stadt“  Rom an.

 

Nach dem Flug nach Rom und dem Transfer zur recht zentral gelegenen und gepflegten Anlage „Camping Village Roma“, bezogen wir zunächst unsere Chalets. Anschließend genossen viele SchülerInnen eine Abkühlung im Pool der Anlage, bevor es zum gemeinsamen Abendessen und zu einer ersten Besprechung der uns bevorstehenden Tage ging.

Kursfahrt der EF nach Rom 2017 Colosseum

Am Montag machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Villa Borghese. In der im zweitgrößten Park Roms gelegenen Galeria Borghese konnten wir verschiedenste sehr wertvolle und berühmte Kunstwerke betrachten, u.a. Gemälde und Skulpturen zu den Metamorphosen und zum trojanischen Krieg. Besonders fasziniert waren wir von Berninis Skulpturen „Apollo und Daphne“ sowie „Pluto und Proserpina“ im Original. Es ist beeindruckend, wie Bernini es schaffte, die Bewegungen der Paare in Stein einzufrieren.   Solche Eindrücke können durch Fotos, die im Unterricht als Rezeptionszeugnisse thematisiert wurden, nicht adäquat erzeugt werden. Nach der Besichtigung der Kunstwerke schlenderten wir durch den Park zum nahe gelegenen Hard Rock Cafe, um uns mit einem gemeinsamen Mittagessen zu stärken. Der ein oder andere nutzte den Besuch auch, um sein Kleidersortiment zu erweitern. Bevor es an diesem Tag zur Catakombe di San Callisto an der Via Appia Antica ging, hatten die SchülerInnen etwas Freizeit. Einige nutzten diese, um in den umliegenden Geschäften ein Souvenir zu kaufen. Andere besichtigten nahe gelegene Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die „Spanische Treppe“. Auf dem Weg zu den Katakomben sahen wir den Circus Maximus. In den größten Katakomben Roms, die sich über mehrere Stockwerke ausdehnen, wurden uns u.a. interessante Wandmalereien gezeigt, die neben heidnischen auch christliche Inhalte zeigen. Die ältesten Gräber stammen aus dem 2. Jh. n. Chr., die ersten römischen Päpste, unter anderem Calixtus I. und Sixtus II., wurden hier beigesetzt. Die unterirdisch in Tuffstein geschlagenen und den Heiligen als Grabstätte dienenden loculi verursachte bei einigen ein mulmiges Gefühl und sie waren froh, als wir wieder im Sonnenlicht der Erdoberfläche angelangt waren. Bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, erfrischten sich einige noch im Pool der Anlage.

Kursfahrt der EF nach Rom 2017 Katakomben

Am Dienstag machten wir uns schon sehr früh auf zum Kolosseum. Dort erhielten wir durch einen Schülervortrag viele Informationen zum damaligen Nutzen und zur Architektur des Bauwerks, das zu den sieben Weltwundern zählt. Nachdem alle noch Gelegenheit hatten, Erinnerungsfotos zu machen, gingen wir gemeinsam zum Forum Romanum. Von dort aus startete unsere Stadtralley, bei der die Aufgabe darin bestand, Fragen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten Roms, wie z.B. zum Vittoriano, zum Pantheon, zum Trevi-Brunnen oder zur Engelsburg, zu beantworten und ein Selfie vor den Sehenswürdigkeiten zu machen. Der nächste Treffpunkt war am Petersplatz. Es stand eine 3-stündige Führung in den Vatikanischen Museen an. Im Vatikan, einem eigenen Staat mit eigenen Gesetzen, erfuhren wir eine Menge über verschiedene Päpste und ihre aus heutiger Sicht fragwürdigen Machenschaften, die sie zu Ruhm und Macht führten. Außerdem gelangten wir von einem imposanten Saal in den nächsten. Die Räume waren mit riesigen Wandmalereien, Skulpturen und Gemälden versehen. Einzelne Kunstwerke wurden uns dabei genauer erläutert und erklärt. Das Highlight der Besichtigung war für einige die Sixtinische Kapelle, in der die zuvor erklärten Deckenfresken von Michelangelo bewundert werden konnten. Für andere war die anschließende Besichtigung des Petersdoms noch beeindruckender, da er für sie alle bisher gesehenen Größen eines Domes sprengte. Nach dem Ende der Führung waren einige noch nicht zu erschöpft, um direkt in die Unterkunft fahren zu wollen. Sie nutzten die Gelegenheit, noch auf die Kuppel des Petersdoms zu gehen und die wunderbare Aussicht über Rom zu genießen. Weiterhin gingen sie noch weitere Sehenswürdigkeiten besuchen und shoppen. Andere machten sich gemeinsam mit Herrn Steingröver direkt auf den Weg zur Unterkunft, um sich zu erholen. Als Frau Migala und Frau Frisch in der Anlage eintrafen, gingen einige noch in den Pool, um die schmerzenden Füße zu entspannen.

Kursfahrt der EF nach Rom 2017 Forum Romanum

Am Mittwoch fuhren wir bereits um 7 Uhr nach Pompeji, einer Stadt, die durch den Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. verschüttet wurde. Im Eingangsbereich der antiken Stadt  konnten wir zunächst Gipsfiguren sehen, die Menschen in der Position darstellen, wie sie gestorben sind. Anschließend erhielten wir eine Führung, bei der uns das Leben in der Stadt und die Bauwerke näher gebracht wurden. Wir erhielten Informationen z.B. zum Amphitheater, zu den Thermen, zum Forum und sogar zu den Freudenhäusern. Aber auch Hinweise zum Aufbau eines typischen Hauses, zu antiken Fast-Food-Einrichtungen und dem Straßensystem kamen nicht zu kurz. Die Bauwerke waren zur Verwunderung vieler noch recht gut erhalten. Man konnte noch jegliche Umrisse deuten und bekam sowohl durch diese als auch durch die vorgetragenen und im Unterricht erarbeiteten  Informationen einen sehr guten Einblick vom Leben in Pompeji bis 79 n. Chr. Nach der Besichtigung der beeindruckenden antiken Stadt fuhren wir nach kurzer Stärkung mit dem Bus zum Vesuv. Da der Bus nicht ganz hinauffahren darf, bewältigten wir den letzten Weg zum Vulkan zu Fuß. Oben angekommen, wurden wir für unsere Anstrengungen mit einem umwerfenden Ausblick über den Golf von Neapel belohnt. Auch der Krater war sehenswert. Leider sahen wir auch viele Waldbrände über Neapel verteilt, einer war auch direkt am Fuße des Vesuvs. Die Rauchschwaden wurden im Laufe der Zeit immer größer und beeinträchtigten die Sicht. Beeindruckt, aber auch etwas ängstlich gingen wir zum Bus zurück. Während der Abfahrt beobachteten wir Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit mit Löschflugzeugen in unserer unmittelbaren Umgebung. Für eine kurze Zeit musste unser Bus die Abfahrt vom Vesuv aufgrund einer Straßensperrung unterbrechen. Die Brände waren bis zum Straßenrand vorgedrungen.     Am Abend trafen wir uns kurz am Pool und zum Essen im Restaurant auf unserer Anlage. Danach ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

 

Da wir am Donnerstag erst spät zurückflogen, konnten wir am Donnerstag etwas später als an den vergangenen Tagen frühstücken. Anschließend nutzten einige die freie Zeit, um noch einmal trotz Streiks des öffentlichen Nahverkehrs in die Innenstadt zu fahren. Es gab einen Shuttle von der Anlage zum Vatikan. Andere verbrachten den Tag auf der Anlage und  genossen bei gemütlichem Zusammensein die sommerlichen Temperaturen. Mit einem herrlichen Blick auf die untergehende Sonne und dem Wissen, dass wir in Deutschland aufgrund eines Unwetters  mit Turbulenzen begrüßt werden würden, begann unser Rückflug.   Der Pilot landete trotz dieser Widrigkeiten sanft in Düsseldorf.

Das Fazit: Die Fahrt hat sich sehr gelohnt. Sie war zwar, wie angekündigt, anstrengend, aber  alle waren am Ende froh, so viel Interessantes und Lehrreiches gesehen zu haben. Durch die Vorbereitungen auf die Fahrt und die Besichtigung vieler Sehenswürdigkeiten in Rom und Pompeji konnten viele Eindrücke und Erfahrungen gemacht werden, die im alltäglichen Unterricht nicht vermittelt werden können. Bildung will erlebt sein. Das Interesse an Kultur konnte bei sehr vielen SchülerInnen gestärkt werden, man konnte sich untereinander besser kennen lernen und neue Freundschaften schließen. Das kann sicherlich auch im Hinblick auf die Vorbereitungen zum Abitur nicht schaden. Es ist auch wunderbar zu hören, wenn SchülerInnen nach der Fahrt erzählen, dass Rom ihnen so gefallen hat, dass sie später  noch einmal dorthin fahren möchten. Außerdem bildet die Fahrt ein schönes, abgerundetes Ende nach sechs Jahren Lateinunterricht. Während der Vorbereitungen auf die Fahrt und während des Aufenthalts in Rom zeigte sich auch einmal wieder, dass wir viele zuverlässige und sozial engagierte SchülerInnen an unserer Schule haben. Die Kenntnisse und Kompetenzen, die durch die Fahrt erworben wurden, tragen zur Selbständigkeit und Persönlichkeitsbildung unserer SchülerInnen bei. Alles in allem: eine tolle und lohnende Fahrt!!