Fachbereich Religion

„ Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung", so heißt es nicht nur in der Verfassung des Landes NRW, sondern auch im Schulgesetz. Bei der Konzeption der Religionsdidaktik für unsere Schule sehen wir uns nicht nur aufgrund dieses Bildungsauftrages mit den Fragen konfrontiert:

Wie kann christliche Religiosität heute und in Zukunft vermittelt und gelebt werden? Wie kann ich Jugendliche zu sozialem Verhalten erziehen, sie für die Würde, das Leiden und die Rechte des Anderen sensibilisieren?

Jugendliche brauchen Orientierungshilfen, Deutungsmuster und Anregungen, die es ihnen ermöglichen, innerhalb der unüberschaubaren Informationsfülle Perspektiven für das eigene Leben zu entwickeln.
Religiöse Erfahrungen machen wir in, unter und mit säkularen Erfahrungen, nie ohne sie.
Damit sind wir als Schule und Kirche gefragt, diese Erfahrungsräume bereitzustellen.
Dies versuchen wir über den Religionsunterricht hinausgehend durch drei Projekte zu realisieren: Durch

1. regelmäßig stattfindende Gottesdienste (jeweils zu Weihnachten und Ostern) für die Jahrgänge 5 und 6, die gemeinsam von den ReligionslehrerInnen, SchülerInnen und Herrn Pfarrer Wendorff sowie dem katholischen Pfarrer Roland Winkelmann vorbereitet und durchgeführt werden.

2. einen mehrtägigen Aufenthalt im nahe gelegenen Friedensdorf Oberhausen für den Jahrgang 10.
Das Friedensdorf ist eine Organisation, die Kindern aus Kriegsgebieten hilft, wieder gesund zu werden und mit ihren Behinderungen richtig umzugehen.
Jedes Jahr fliegen Vertreter der Organisation "Friedensdorf International" in verschiedene Länder, um Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen, die in ihrem Land medizinisch nicht versorgt werden können. Sie werden nach Deutschland geflogen, wo sie von Ärzten behandelt werden, bevor sie im Friedensdorf ein vorübergehendes Zuhause finden. Die meisten Kinder kommen aus Angola, Afghanistan und Pakistan. Sie bleiben im Durchschnitt 6 Monate im Friedensdorf, spielen und lernen hier, können den Krieg in der Heimat vergessen, bis sie schließlich wieder die Heimreise antreten können.

Dort erleben wir also hautnah im gemeinsamen Spiel, wie Kinder aus verschiedenen Kriegs -und Krisengebieten mit ihrem Schicksal der Kriegsverletzungen, mit ihren Knochenentzündungen, Knochenbrüchen, Verbrennungen umgehen ... und welche Lebensfreude sie dennoch ausstrahlen.

3. das Jahresprojekt des 11. Jahrgangs: SchülerInnen treffen SeniorInnen in Kooperation mit dem Curtius – Pilgrim – Altenheim.
In regelmäßigen Abständen besuchen SchülerInnen des 11. Jahrgangs im Rahmen ihres Religionsunterrichts die SeniorInnen des Altenheims, um mit ihnen gemeinsam zu singen, zu spielen, zu reden oder spazieren zu fahren.
Da es die Großfamilie oder das Mehrgenerationenhaus so gut wie nicht mehr gibt, ist dies eine Chance für die Jugendlichen, sich mit alten Menschen auszutauschen und für ihre Nöte sensibilisiert zu werden.

4. Die von der Fachkonferenz GL initiierte Studienfahrt nach Auschwitz wird sowohl durch die inhaltliche Vorbereitung im Religionsunterricht als auch personell durch Pfarrer Wendorff unterstützt.

Religion wird in den Jahrgängen 5-10 unterrichtet. Der Stundenumfang beträgt 2 Stunden.
In der Sekundarstufe II (EF/Q1/Q2) werden die Grundkurse 3-stündig erteilt.

Unser Religionskollegium:

Brigitte Strauch (Fachkonferenzvorsitzende), (SekI/SekII)
Eva Madzirov (stv. Fachkonferenzvorsitzende), (Sek I)
Ralph Brylewski (SekI/SekII)
Anika Franz (SekI)
Michaela Frisch (SekI/ SekII)
Marit Gaudek (SekI)
Gregor Kalytta (SekI)
Matthias Kuchenbecker (SekI)
Werner Molzahn (SekI)
Mareike Nasch (SekI)
Dieter Schömann (SekI)
Klaus Wendorff (Pfarrer im Schuldienst)

 Aktionen:

"Mauern durchbrechen"